Vom Aufbrechen und Ankommen

Verspätung und unfreiwilliger Aufenthalt am Kölner Hauptbahnhof? In der Stadt verabredet und Lust auf Gesprächsstoff?

Da kann ich noch bis zum 31. März 2017 etwas wirklich Sehenswertes empfehlen, und zwar in der Bahnhofsmission auf Gleis 1 E – täglich geöffnet von 7 bis 19 Uhr. Der Maler Günter Winckler stellt dort 30 Bilder aus, für die er das Thema Flucht in leuchtenden Farben umgesetzt hat. Winckler hatte im Rahmen seiner Arbeit bei der Landwirtschaftsorganisation der UN und als Berater des Welternährungsprogramms intensiven Kontakt mit Krisenregionen, Nothilfeprogrammen, Flüchtlingslagern und hilfesuchenden Menschen in Afrika und im Nahen Osten. Seine Bilder verarbeiten eigene Erfahrungen, aber sie spiegeln vor allem auch das wider, was uns aktuell beschäftigt: Wie gehen wir mit Menschen um, die aus Krisengebieten zu uns kommen, vor Not und Elend fliehen und auf unsere Hilfe hoffen?

Winckler1.JPGDie Bahnhofsmission hat seit ihrer Gründung im 19. Jahrhundert viele Flucht- und Wanderbewegungen miterlebt. In letzter Zeit betreut sie regelmäßig Flüchtlinge und Asylbewerber, unterstützt sie bei ihrer Weiterreise zu den zentralen Aufnahmestellen oder hilft den am Kölner Hauptbahnhof Gestrandeten je nach Erfordernis weiter.

Günter Winckler findet nicht nur in der Malerei Erfüllung. Er ist selbst seit vier Jahren ehrenamtlich in der Bahnhofsmission aktiv.

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